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Geschichte eines Pferdes
Ich war ein Fohlen und ganz klein, konnte auf der Weide bei Mutter sein. Doch bald nahm man mich von ihr fort und brachte mich an einen fremden Ort.
Ängstlich und allein stand ich nun da, ahnte nicht, was mir noch geschah. Viele Menschen schauten mich an, einer mich dann mit sich nahm.
Den Sattel legte er nun auf meinen Rücken auf und der Mann setzte sich noch darauf. Sporen rammte er mir in den Bauch hinein, ich stürmte davon vor Angst und Pein.
Doch der Qual noch nicht genug, er mich auch noch mit der Peitsche schlug. Vor Schmerz verzerrt war mein Gesicht, schreien konnte ich ja leider nicht.
Ich warf den Reiter von mir ab, er mir dafür noch etliche Hiebe gab. Ich biß und schlug nun aus und verließ als unreitbar dieses Haus.
Ich dachte an die schöne Zeit zurück, an meine Mutter, die mich geliebt. Nun stand ich zum Verkauf bereit, mein Herz war voller Traurigkeit.
Doch dann, dann hast Du mich gesehn und ich konnte nun mit Dir gehen. Der Stall war schön und warm und Du legtest um mich Deinen Arm.
Du redetest freundlich auf mich ein, ich war ja noch ängstlich und so klein. Du gabst mir Liebe und neuen Mut und mein Herz Dir nun entgegenschlug.
Ich habe nun den Mensch gefunden, der mir heilt jetzt meine Wunden. Dem ich nun freudig dienen werde, solange ich lebe auf dieser Erde.
Denn Menschen, die mich lieben, werde ich mit Freuden dienen. Ohne Peitsche, ohne Schmerz, schenke ich Dir Mensch mein ganzes Herz.
Beate Eiserlo
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